Unter 4 Augen mit ...


...Lara Hoffmann! Letzten Dienstag war Olympiateilnehmerin Lara Hoffmann bei unserem After Work Run in Köln dabei. Wir haben sie nach dem Lauf, bei dem unsere Teilnehmer ihre alten Schuhe verabschieden konnten, um Lara aktiv zu unterstützen, ein paar interessante Fragen gestellt.

Hallo Lara, für diejenigen, die dich noch nicht kennen, stelle dich doch mal bitte kurz vor:

Lara: Hallo, mein Name ist Lara Hoffmann, bin 26 Jahre, komme aus Köln und bin Leichtathletin – spezialisiert auf 400m. Ich studiere neben dem Leistungssport auch Lehramt für Sport und Deutsch.

Was waren deine größten Erfolge und welche Rolle hat die Deutsche Sporthilfe dabei gespielt?

Meine größten Erfolge im Sport waren für mich die Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio, aber auch als ich 2014 das erste Mal wieder in der A-Nationalmannschaft bei den Erwachsenen vor heimischen Publikum laufen durfte und da ist natürlich für die Erreichung solcher Ziele ganz wichtig Partner zu haben, wie zum Beispiel die Sporthilfe oder Sponsoren, die dich aktiv unterstützen.

Wie wichtig ist dir der richtige Laufschuh? Wie viele unterschiedliche Schuhe benutzt du im Training?

In meinem täglichen Training habe ich sehr unterschiedliche Beanspruchungen an meine Füße und demnach auch Ansprüche an meine Schuhe. Aus dem Grund habe ich immer drei Paar Schuhe, die ich in meinem Training brauche, abseits der normalen Sprint-Spikes. Da brauche ich für schnelle Einheiten einen sehr flachen schnellen Schuh, der auch auf der Bahn gut tauglich ist, aber auch einen allgemeinen Schuh für z.B. Sprünge und Krafttrainingseinheiten und da ist es wichtig eine gewisse Abwechslung zu haben.

Hast du Lieblingsschuhe beim Laufen und in deiner Freizeit?

Ich bin adidas-Athletin und trage im Training am liebsten den adidas Adios Boost für schnelle Läufe auf der Bahn, weil er sehr direkt ist und guten Grip bietet. Außerdem laufe ich noch den Boston Boost für mittelschnelle Trainings, weil er nicht ganz so hart ist, aber trotzdem noch guten Grip hat und für Athletiktraining oder für’s Laufen im Gelände nehme ich gerne den Energy Boost, weil er stabiler und gedämpfter ist. In meiner Freizeit trage ich am liebsten den adidas Superstar, weil er alltagstauglich und sehr universell einsetzbar ist und zu allem gut dazu passt.

Wie war es für dich heute das Training zu leiten und zur Abwechslung mal in der Gruppe zu laufen?

Beim After Work Run habe ich heute mit dem RUNNERS POINT Run Club ein kleines Aufwärmtraining gemacht und danach sind wir noch eine Runde laufen gewesen. Es hat mir heute wieder gezeigt, wie viel Spaß es macht in der großen Gruppe zu laufen und mit dem Training die Leute zur Bewegung zu motivieren. Ganz anders als in meinem täglichen Training einfach mal locker durch Köln zu laufen und das hat sehr viel Spaß gemacht.

Du warst ja dieses Jahr sogar bei der Leichtathletik-WM, aber leider konntest du nicht starten. Was ist passiert?

Bei der diesjährigen Leichtathletik-WM in London bin ich zwar dabei gewesen, aber leider nicht zum Einsatz gekommen, durch eine kleine Verletzung, die mich bis zuletzt in Atem gehalten hat. Trotzdem hatte ich dann die Möglichkeit mich intensiv den Wettkämpfen zu widmen und die Atmosphäre des Stadions aufzunehmen und man kann schon sehen, dass die Briten ganz besonders Feuer und Flamme sind für den Leistungssport und insbesondere die Leichtathletik und dort gute Leistungen anerkennen, nicht nur von den eigenen Leuten im Stadion, sondern auch von allen anderen Nationen, das konnte man spüren und ich wäre sehr gerne dort auf der Bahn gewesen, aber habe stattdessen meiner Staffel die Daumen gedrückt. 

Wie können dich unsere Run Clubber mit ihren alten Laufschuhen unterstützen?

Wenn ihr alte Laufschuhe daheim habt, kommt zu RUNNERS POINT, bringt eure alten Latschen mit und bekommt eine Gutschrift auf einen neuen Laufschuh und helft damit Athleten, wie mir und ganz vielen anderen, die von der Sporthilfe unterstützt werden. Der Erlös fließt nämlich in die Förderung von Leistungssportlern.

Zu guter Letzt: Hast du Tipps für Einsteiger, die mit dem Laufen beginnen möchten?

Ich würde euch empfehlen klare Ziele zu setzen, was zum Beispiel die Zeit pro Kilometer erbringen soll. Es hilft sich mit einer Pulsuhr auszustatten, bei der man Herzfrequenzzonen eingibt, die man nicht überschreiten sollte oder wenn man keine Uhr möchte, kann man den Puls auch am Handgelenk oder am Hals messen. Auch in einer Gruppe zu laufen hilft, in der man sich gegenseitig unterstützt, eine gewisse Distanz durchzulaufen und eine bestimmte Geschwindigkeit nicht zu überschreiten. Zwischendurch bringt es auch Gehpausen einzulegen, damit auch der Puls wieder runtergeht und wenn er unten ist, wieder weiterzulaufen – abwechselnd also gehen und laufen.

Danke für das Interview Lara und wir wünschen dir weiterhin ganz viel Erfolg in der privaten und sportlichen Zukunft!

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