Laufen & Yoga: Ein echtes Dreamteam!


„Mal ein paar coole Kopfstände hinkriegen“, das war Lauras Motivation, um mit dem Yoga anzufangen. Aber schon bald merkt sie, dass mehr hinter den Yogaübungen steckt, als ein bisschen Akrobatik. Die positiven Effekte des Yogas, vor allem auf ihre zweite Leidenschaft, dem Laufen, teilt sie hier mit dir. Also: Roll schon mal die Matte aus, denn am Ende des Blogbeitrags wirst auch du Laufen nicht mehr ohne Yoga praktizieren wollen.

von Laura

Früher war es so: Nach dem Laufen machte sich öfter mal mein linkes Knie bemerkbar. „Da bin ich wohl zu viel auf Asphalt gelaufen“, war da die Begründung einer Hobbyläuferin, die gerne mal 10-20 Kilometer pro Woche lief und läuft. Am liebsten vor oder nach der Arbeit. Am liebsten schnell in die Schuhe und raus. Kopfhörer rein, Musik an. Ohne Aufwärmen los. Genauso habe ich es am Anfang meiner Laufkarriere praktiziert.

Dann habe ich mit Yoga angefangen. In erster Linie gar nicht, um die Laufbeschwerden zu verbessern – ich hatte viel mehr diese ganzen coolen Bilder von Kopf- und Handständen in meinem Hinterkopf. Aber schon nach kurzer Zeit zwickte das linke Knie nach dem Laufen nicht mehr. Heute, nach fünf Jahren aktiver Yogapraxis und einer abgeschlossenen Yogaausbildung kann ich sagen: Yoga kann viel mehr als dich Handstände beherrschen lassen - Yoga kann auch dein Laufleben positiv beeinflussen!

Hier meine Top 5 Gründe, warum du als Läufer regelmäßige Yogaeinheiten in dein Training integrieren solltest:

1. Yoga erhöht die Dehnbarkeit: Eine Yogaeinheit vor dem Laufen bringt den Kreislauf in Schwung und die Muskeln sanft in Bewegung. Nach dem Laufen kann man sich prima mit Yogaübungen dehnen. Das verkürzt die Regenerationszeit nach einem Lauf.

2. Yoga stärkt die Knie-, Hüft-, Bein- und Coremuskulatur: An lauffreien Tagen ersetzt eine Yogaeinheit die üblichen Stabilisationsübungen.

3. Pranayama (Atemübungen) stärken den Rhythmus und vertiefen die Bauchatmung: Das regelmäßige Üben von Atemtechniken vertieft das Atemvolumen.

4. Yoga stärkt den Fokus: Durch die bewusste Kombination von Atmung und Bewegung lernen wir, unsere Achtsamkeit zu stärken. Anstrengende Übungen wie der Baum, Krieger III oder Kopfstand fördern die Zielstrebigkeit auf und außerhalb der Matte!

5. Yoga macht glücklich: Yoga verschafft uns einen neuen Zugang zu unserem Körper. Die Verbindung von Körper und Geist und ein ausgiebiges Savasana (= Endenspannung) lässt unsere Glückshormone explodieren und den Stresshormonspiegel sinken.

 

Hier meine favorisierten Asanas (=Haltungen), die du dir als Läufer nützen können:

  • Adho Mukha Svanasana (Herabschauender Hund):

Öffnet die Schultern und die Wirbelsäule und dehnt außerdem die Beinrückseite.

  • Prassarita Padottanasana (gegrätschte Vorbeuge):

Fördert die Dehnung und Kräftigung von Beine, Knie und Hüfte.

  • Janu Shirshasana (Kopf zum Knie Haltung):

Öffnet die Hüfte und dehnt den gesamten Oberkörper. Außerdem massiert diese Haltung die inneren Organe im Bauchraum.

  • Parsvottanasa (Pyramidenhaltung):

Fördert die Hüftflexibilität und öffnet die Beinrückseite.

  • Vashistasana (seitlicher Stütz):

Stärkt den Fokus, die Willenskraft, Arme, Beine und die Körpermitte.

 

 

  • Atemübung Nadi Shodana (Wechselatmung):

Erhöht das Lungenvolumen, baut Stress ab und verbindet Körper, Geist und Atmung. Dafür abwechselnd ein Nasenloch verschließen, einatmen, andere Seite verschließen, ausatmen und einatmen und in diesem Rhythmus fortfahren.

Noch ein Tipp für deinen Lauf: Hast du schon mal ausprobiert, während des Laufens zu meditieren? Ich mache das ganz oft, in dem ich meine Aufmerksamkeit gezielt auf meinen Atemrhythmus lege und gleichmäßig ein- und ausatme. Dabei zähle ich die Atemzüge bis zur 100 rauf und fange dann wieder bei Eins an, um mit meinen Gedanken ganz in diesem Moment zu bleiben. Wenn dir der Fokus zwischendurch verloren geht, dann fange einfach wieder von vorne an. Eine tolle Übung, um Yoga und Laufen zu verbinden!

Über mich: Ich heiße Laura (25), bin Ernährungswissenschaftlerin und seit einem Jahr auch Yogalehrerin. Ich bin über das Laufen zum Yoga gekommen und die Faszination mehr über Haltungen und die Philosophie dahinter zu erfahren, hat mich zu meiner Yogaausbildung gebracht. Jetzt liebe ich es, mit anderen Menschen genau diese Liebe zur Bewegung zu teilen. Das Lächeln der Schüler nach dem letzten Om zeigt mir, welchen großen Einfluss und Veränderung Yoga auf jeden Menschen hat. 

(Instagram und Facebook: NamaStay with Laura)

 

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